Berichte
Tagesausflug ins Kegelbergland / Hegau
Bericht Wil24 vom 14. Mai 2026 erstellt von Freddy Kugler
Diese liebliche Region blickt auf eine spannende geologische Geschichte zurück. Charakteristisch für diese Landschaft sind sieben Vulkankegel, die vor 14 Millionen Jahren Feuer spien, ehe sie in der Eiszeit von Gletschern abgeschliffen wurden und ihre heutige Form erhielten.
Zwei dieser längst erloschenen Vulkane, der Hohenstoffeln und der Hohenkrähen westlich von Singen, wurden unter der Leitung von Dr. Andreas Schwab, Professor für Geografie und Geologie an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (D), erwandert. Dabei kamen die Teilnehmenden in den Genuss vieler spannender Informationen über die verschiedenen Gesteinsformationen und die einstige Kornkammer Europas zwischen Bodensee und Donau.
Nach einem feinen Mittagessen im Restaurant Hegauhaus oberhalb von Singen waren Wanderschuhe nicht mehr notwendig. Mit dem Besuch der Aachquelle fand ein rundum gelungener Tag seinen Abschluss. Das aus der grössten Karstquelle Deutschlands entströmende Wasser bildet ein Flüsschen, das sich nach nur 14 km in den Bodensee ergiesst.
Fotoimpressionen Ausflug Hegau von Jean Claude Werz
In die Geschichte eingetaucht
Kultur- und Museumsgesellschaft Wil zu Besuch in Herisau
Bericht
Tagesausflug nach Solothurn
Bericht
Kultur- und Museumsgesellschaft Wil besuchte in Herrliberg die Blocher-Sammlung
Auf Tuchfühlung mit Anker, Hodler & Co.
Alt Bundesrat Blocher und seine Frau Silvia pflegen eine der grössten privaten Kunstsammlungen mit Werken der herausragenden Schweizer Maler des 19. Jahrhunderts. Diese kann auf Voranmeldung mit Gruppen bis zu 20 Personen kostenlos besucht werden. Von diesem Angebot machte auch die Kultur- und Museumsgesellschaft Wil Gebrauch. Der bald 85-jährige Christoph Blocher führte die Wiler persönlich durch sein von ihm als „Schaulager“ bezeichnetes Privatmuseum in einem in eine Seitenmoräne des einstigen Linthgletschers erbauten Gebäude. Mit seinem grossen Wissen und seinen Anekdoten aus Kunst und Politik bescherte der gut gelaunte Kunstliebhaber den Teilnehmenden zwei sehr kurzweilige Stunden.
Die Blocher-Sammlung umfasst insgesamt rund 660 Öl- und Aquarell-Bilder sowie Bleistiftzeichnungen. Zugänglich sind in Herrliberg über 200 Werke, wobei jedes Bild seine eigene Beleuchtung hat. Eine Besonderheit ist auch, dass die Bilder ohne Glasscheiben präsentiert werden. Besonders angetan hat es Christoph Blocher Albert Anker (1831-1910). Als erstes Werk hatte er in den 70er-Jahren für 700 Franken eine Bleistiftzeichnung erworben. Neben Anker können unter anderem auch grossartige Gemälde von Ferdinand Hodler, Giovanni Segantini und der GiacomettiDynastie bestaunt werden. Entworfen wurde der unterirdische Bau mit viel Herzblut von Silvia Blocher, die seit 57 Jahren mit dem Hausherr verheiratet ist. Christoph Blocher betont, dass er seine Sammlung nicht als Kapitalanlage betrachte. Sogar
das Metropolitan Museum of Art in New York ist bei ihm mit einer grosszügigen Offerte für Anker-Bilder mit Stillleben abgeblitzt. Der Fortbestand der Blocher Sammlung ist langfristig klar geregelt.
Freddy Kugler